04./05.09.2022 Anreise nach Grossbritanien

Dieses Mal fahre ich nach Schottland mit dem eigenen Fahrzeug. Die Flieger streiken ja, beziehungsweise noch nicht oder eventuell doch nicht. Auf jeden Fall ist die Anreise per Wohnmobil und Fähre am sichersten. Wobei Sicherheit relativ ist. Die Wahl fällt gezwungernermassen auf P&O. Früher auch bekannt als Townsend Thoresen. Den älteren Lesern bekannt als Eigner der Herald of Free Enterprise. Die Fähre schaffte es gerade mal knapp aus dem Hafen von Zeebrugge und legte sich dann auf die Seite. Leider kamen bei dem Unglück 193 Menschen ums Leben.

Herald of Free Enterprise
Hoffentlich performt dieser Kahn besser und bringt mich bis nach Hull
Die Kabine sieht schon mal nett aus

Die Überfahrt verläuft ereignislos und ruhig. Am nächsten Tag legen wir fast pünktlich in Hull an. Lediglich die Autos auf den Decks 7&5 müssen ein wenig länger auf das Ausschiffen warten da wegen niedrigem Wasserstand im Humber nur die grosse Heckrampe zur Verfügung steht. Zum Glück habe ich mein Gefährt auf Deck 3 abgestellt.
Und jetzt kommt das Chaos ins Spiel. Die Decks 7&5 sind noch gesperrt. Alle, wirklich alle Autofahrer der betroffenen Decks scheinen die Aufforderung noch zu warten, überhört zu haben und verstopfen den Zugang zum Deck 3 mit den Lastwagen und den Wohnmobilen. Lustig anzuhören wie sich aufregen das nix geht.

Irgendwann hat die Reederei ein einsehen und gibt auch noch die Zugänge zu den restlichen Decks frei. Ich bin mir sicher, dass so mancher Autofahrer kräftig daran gearbeitet hat sich zu vergiften. So nach dem Motto: Wenn ich im Auto sitz, dann lass ich den Motor auch an. Egal wenn noch das ganze restliche Schiff vorher entladen werden muss.